Grußwort der Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Lisa Paus, MdB

Grußwort der Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Lisa Paus, MdB anlässlich der Veranstaltung free:pop „Gleichberechtigung in der Musikbranche“ im Rahmen des New Fall Festivals, Düsseldorf

Liebe Musikfreund*innen,

weltweit kämpfen Frauen und LSBTIQ*-Menschen auch in der Musikbranche um Chancengleichheit und gleichberechtigten Zugang zu Ressourcen. Das betrifft führende Industrienationen ebenso wie Länder des globalen Südens. Mein Ziel ist es, die Gleichstellung der Geschlechter und die Akzeptanz von LSBTIQ*-Personen in allen gesellschaftlichen Bereichen zu fördern und Diskriminierung abzubauen – auch in der Musikbranche.

In Kunst und Kultur fällt die Lohnlücke zwischen Frauen und Männern besonders groß aus; im vergangenen Jahr lag sie bei 30 Prozent. Hier zeigen sich die strukturellen Ursachen für den Gender Pay Gap wie durch ein Brennglas: Tradierte Genderstereotype verhindern den Aufstieg von Frauen. Erschwert wird ihre Schaffenskraft im Kulturbereich durch die schwierige Vereinbarkeit von Beruf und Familie und weil es keine Transparenz bei den Gehältern gibt. Die Equal Pay Day Kampagne 2023 will eben diese Strukturen offenlegen und Gegenmaßnahmen erörtern.

Die Musikbranche ist eine Männerbranche. In Deutschland leben mehr Frauen als Männer, aber sie sind im Musikgeschäft deutlich unterrepräsentiert. Ob es um Songwriting und die Charts geht oder um GEMA Mitgliedschaft, angemeldete Songs und Festivalbühnen: Nur ein Fünftel Frauen verdienen dort ihr Geld; nichtbinäre und Trans-Menschen sind noch seltener im Geschäft.

Deswegen habe ich sehr gerne die Schirmherrschaft für „free:pop“ im Rahmen des New Fall Festivals übernommen. free:pop rückt das Thema Geschlechtergerechtigkeit in der Musikbranche in den Fokus. In der Tonhalle Düsseldorf werden starke Stimmen und gute Musik zu hören sein, damit gemeinsam alte Strukturen aufgebrochen und neue Möglichkeiten für Musiker*innen geschaffen werden können.

Ich höre also hin – und wünsche free:pop viel Glück und Gelingen, vor allem LSBTIQ*-Menschen die musikalische Bühne zu bieten, die ihnen gebührt.

Mit freundlichen Grüßen
Lisa Paus MdB
Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend