Wem gehört Deutschland? – Postmigrantische Realitäten in Deutschland

Samstag, 03.10.2020, 16 Uhr, PONG/NRW-Forum 

Nordrhein-Westfalen ist Heimat für Menschen aus vielen verschiedenen Herkunftsländern. Es ist eine der vielfältigsten Regionen in Europa, durch Migration und die teils mit ihr verknüpfte Industriegeschichte geprägt. Viele verschiedene Gemeinschaften von Menschen sind hier zu Hause und gestalten das (kulturelle) Leben mit. Migration ist eine Grundkonstante gesellschaftlichen Lebens und das Zusammenleben von Menschen mit vielen unterschiedlichen Geschichten und Erfahrungen ist urbane Normalität: Dies ist globale Wirklichkeit, die sich auch hier in Düsseldorf wiederfindet. Sind Konzepte der Integration in einer postmigrantischen Gesellschaft überholt? „Integriert Euch nicht!“ – so ein Banner auf der Wiesbadener Biennale 2018. Es sind Migrant*innen der jüngeren Generation, die Integrationsbemühungen in Frage stellen. Sie formulieren selbstbewusst, dass Deutschland ein Land ohne Angst vor Verschiedenartigkeit sein soll und fordern damit eine neue Positionierung: Für eine radikale Vielfalt und für mehr Wertschätzung von Differenz. Wir fragen uns: Wie werden Migration und Zugehörigkeit in Deutschland verhandelt? Spricht es für eine positive Entwicklung hin zur offenen Gesellschaft, dass über Integration von allen Seiten debattiert und gestritten wird? DJ und Labelbetreiber Guy Dermosessian führt ein Gespräch über postmigrantische Realitäten mit Kabarettistin und Schauspielerin Idil Baydar.

Mit:
Idil Baydar (Kabarettistin, Schauspielerin und Coach für Integration und Diversity)
Guy Dermosessian (DJ und Betreiber von Kalakuta Soul Records, Mitbegründer des Why Not? Kollektiv für Musik und Performance, Leitung der Abteilung Diversity am Düsseldorfer Schauspielhaus)

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