Singen ist Macht – Politik in der Popmusik

Freitag, 11.10.2019, 18 Uhr, PONG/NRW-Forum

Die Gedanken sind frei“ – Ein Volkslied ist über Jahrhunderte hinweg Leitmotiv in Zeiten politischer Unterdrückung oder Gefährdung. Die „Marseillaise“ beflügelte die Französische Revolution mit einem kämpferischen Ausdruck. „We shall overcome“ wird zur Hymne der Bürgerrechtsbewegung in den USA der 60er Jahre.

Fakt ist: Musik und Politik sind seit jeher untrennbar miteinander verbunden. Die heutige deutsche Popmusik zeichnet ein vermeintlich gespaltenes Bild: Auf der einen Seite steht der triviale Verdrängungsgleichklang von Künstlern wie Max Giesinger oder Tim Bendzko. Auf der anderen Seite singen Bands wie Feine Sahne Fischfilet von Staatsgewalt und werden – linksextrem eingestuft – schon länger vom Verfassungsschutz beobachtet. Wir fragen uns: Wie radikal dürfen, wie politisch müssen Popmusiker*innen in ihren Liedern sein? Können Künstler*innen gleichzeitig in der Öffentlichkeit stehen und sich privat politisch engagieren? Ist nicht die Harmonisierung der oberflächlichen „Weitermachschlager“ ein Abbild der Politikverdrossenheit und damit gleichsam politisch zu werten? Vor allem aber steht die Frage im Fokus, wie wir der wachsenden Anzahl rechtsradikaler Bands begegnen und welche Rolle den anderen Popkünstler*innen dabei zukommt.

Mit:
Fuat Ergin ( Rapper)
Antje Schomaker (Musikerin)
Jens Balzer (Autor und Kolumnist)
Mine (Sängerin)

Moderation:
Carsten Schumacher (Musikjournalist)

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