Held oder Schurke? Über die (Ent-)Kriminalisierung von Menschlichkeit in turbulenten Zeiten

Samstag, 12.10.2019, 20 Uhr, Tonhalle / Helmut-Hentrich-Saal

Das Zentrum für Politische Schönheit weist mit seinen Aktionen auf Menschenrechtsverletzungen und politische Missstände hin. Der Ton ist häufig satirisch. Wie weit darf man gehen? Gegen das Zentrum für Politische Schönheit wurde bereits mehrmals ermittelt.

Die EU-Länder streiten seit Jahren über einen Mechanismus zur Verteilung der Bootsflüchtlinge. Italiens Regierung verfolgt eine restriktive Flüchtlingspolitik und hat die italienischen Häfen für internationale Rettungsschiffe geschlossen. Sea-Watch ist eine Initiative, die sich der zivilen Seenotrettung von Flüchtenden verschrieben hat. Das Retten von schiffbrüchigen Geflüchteten wird als Menschenhandel kriminalisiert. Die Festnahme von Carola Rackete, einer Kapitänin von Sea-Watch und die rechtspopulistischen Äußerungen des italienischen Innenministers haben diesen Sommer in Deutschland Empörung hervorgerufen.

Wir wollen diskutieren: Wo hört die Kunstfreiheit auf? Verhindert geltendes EU-Recht das Engagement der Zivilbevölkerung? Und welche Rolle spielen die Medien?

Mit:
Cesy Leonard (Regisseurin / Zentrum für politische Schönheit)
Nora Hofstetter (Sea-Watch e.V.)
Elisa Catic-Behr (Rechtsanwältin)

Moderation:
Dr. Wulf Schmiese (Historiker, Journalist und Fernsehmoderator, Redaktionsleitung des ZDF heute journals)

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