Heimat im Fremden, Fremde in der Heimat

Donnerstag, 10.10.2019, 18 Uhr, PONG/NRW-Forum

„Heimat“ ist ein schwer zu fassender Begriff, der eine räumliche, zeitliche, emotionale, soziale und kulturelle Dimension hat. Was ist Heimat? Ist Heimat höchst individuell oder gibt es eine universelle Definition? Ist Heimat ein Ort oder ein Land, dessen Grenzen mich woanders fremd fühlen lasen? Ist Heimat da, wo alle Nuancen meiner Sprache verstanden werden? Oder kann Heimat auch ein Lied sein, das mein Herz berührt? Ist Heimat da, wo die wichtigen Menschen sind?

Ausgehend von diesen Fragen wollen wir diskutieren, wie es ist, in Deutschland zu leben, die Gesellschaft mitzugestalten und dennoch als fremd wahrgenommen zu werden. Wir wollen uns fragen, ob wir Grenzen bauen, wenn wir nach Heimat fragen und doch eigentlich die Hautfarbe oder den „fremd“ klingenden Namen meinen. Ob wir ausschließen, wenn wir andere für gutes Deutsch loben. Ob wir das Gefühl der Fremde bestärken, indem wir Sprache, Aussehen, Herkunft hervorheben. Zugleich wollen wir die Ur-Ängste von denjenigen thematisieren, die sich als ur-deutsch sehen – und wir wollen diskutieren, was wir tun können, um eine gemeinsame Heimat zu fördern, in der es egal ist, woher wir kommen und an was wir glauben.

Mit:
Jan Fleischauer (Journalist und Autor)
Dr. Mithu M. Sanyal (Autorin und Kulturwissenschaftlerin)
Jacinta Nandi (Autorin)

Moderation:
Aline Abboud (Journalistin, Redakteurin und Moderatorin beim ZDF)

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