Yuno

Yuno

Yunos Musik hat zwei Quellen: Der 27-Jährige aus Jacksonville stammt aus Großbritannien und dank seines jamaikanischen Elternhauses wuchs er mit Reggae, Ska, Rocksteady und klassischem R’n’B aus. Auf der anderen Seite verbrachte er den größten Teil des Tages mit Skaten, im Skate Shop und der Shopping Mall abhängen, Skate-Videos schauen und „Tony Hawk’s Pro Skater“ auf der Konsole spielen. So kam er in den Kontakt des passenden Soundtracks zwischen Rock und Rap.

HIM, AFI oder Rancid wurden ebenso zu seinen Begleitern wie Run DMC und Frank Ocean. Eines Tages besuchte er eine Live-Show mit einem Rapper namens MC Lars und war begeistert. Das wollte er auch machen, ein Solo-Projekt starten, alleine nur mit einem Laptop auf der Bühne stehen und alles selbst machen. Auch wenn er selbst in seinem Leben, wie Yuno selbst erzählt, gerade einmal bei vier Konzerten war und beim Musikmachen nie über die Verwendung auf der Bühne nachdenkt. Lieber sitzt er alleine daheim, schreibt seine andersweltlichen Songs, spielt alle Instrumente, übernimmt die Produktion und das Mixen, schießt seine Pressefotos, dreht seine eigenen Videos und designt das Artwork für seine Platten – und das immer mit einem großen Augenmerk auf die Farbgebung: Pink ist seine Lieblingsfarbe.

Er hatte schließlich auch rosa und schwarze Schuhe, Skateboard, und sogar das Schlafzimmer rosa und schwarz gestrichen. Entdeckt wurde der Musiker von Ishmael Butler von Shabazz Palaces und den Digable Planets. Dem fiel sofort auf, dass Yuno alle Merkmale eines großen Musikers besaß, dazu einen tadellosen Geschmack und gute Riffs, eingängige, aber nicht kitschige Lieder, irgendwie vertraut, aber dabei genial seltsam. Es gibt da diese verführerische Magie hinter den Songs, die man nicht erfassen und erklären kann. Aber das sei letztlich die Essenz seiner Einzigartigkeit, sagt Butler: „Der Junge ist ein Star.“

Yuno | Fr. 26.10.2018 | PONG / NRW-Forum, 22 Uhr