fem_pop Night

Fem_Pop Night

Sa, 12. Oktober | 21:00 Uhr | PONG/NRW-Forum Düsseldorf


Gemeinsam mit dem feministischen Kultur- und Konzertkollektiv fem_pop aus Düsseldorf präsentiert das New Fall Festival bei der fem_pop Night drei der vielversprechendsten hiesigen Künstlerinnen:

21:00 Kaleo Sansaa

21:45 Sofia Portanet

22.45 Charlotte Brandi


Charlotte Brandi

Charlotte Brandi kennen wir als Sängerin, Gitarristin und Keyboarderin vom sehr erfolgreichen Berliner Indie-Duo Me And My Drummer. Die Band veröffentlichte zwei EPs und zwei Alben, zählte live zu den besten deutschen Indie-Acts. Es lief acht Jahre lang super, jetzt ist die Band an ihrem logischen Ende angelangt: Beide Bandmitglieder haben jetzt die Zeit, sich weiterzuentwickeln und endlich Projekte abseits der Band zu realisieren. So erschien im Februar 2019 Charlotte Brandis Solo-Debütalbum „The Magician“.

„The Magician“ ist ein bemerkenswertes Album, weil es keine Kompromisse zulässt: Der Klang ist aufwändig, die Instrumentierung üppig, die Qualität der Arrangements sensationell. Prägendes Instrument ist das Klavier. „The Magician“ beschreibt „im Grunde ein Gefühl des 20. Jahrhunderts“, wie Charlotte meint: „nämlich die Liebe“. Sie zitiert Bertold Brecht und seine Frage an diese Moderne: „Was sind das für Zeiten, in denen ein Gespräch über Bäume fast ein Verbrechen ist, weil es ein Schweigen über so viele Untaten einschließt?“

Charlotte Brandi löst diesen scheinbaren Widerspruch auf ihre Weise: Sie stellt die Zärtlichkeit, die Verliebtheit und die Verbeugung vor dem Leben in den Mittelpunkt ihrer Lieder.

„Dieses Album ist eine Masterclass, die ich mir selbst auferlegt habe“, sagt sie. „Je stärker die Musik in den Vordergrund trat, je bescheidener sich die Stimme in die musikalische Landschaft einfügte, desto demütiger wurde ich. Ein wichtiger Schritt nach der extrovertierten Synthie-Pose von Me And My Drummer. Ich bin nun mit mir und der Musik in einer schönen Balance. Es fühlt sich endlich nach mir und nur mir an.“

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Sofia Portanet

Berlins neue Alternative-Pop-Hoffnung Sofia Portanet transportiert Post-Punk und Neue Deutsche Welle mit ihrem ganz eigenen Stil ins Jahr 2018.

In Kiel geboren, in Paris aufgewachsen und nun in Berlin zuhause, betont Sofia die diversen Einflüsse auf ihre Musik: “Ich liebe die repetitiven, minimalistischen Sounds von Krautrockbands wie Neu!, aber genauso auch die Arrangements, Texte und Musik von Ideal, DAF und 80er Synthiepop. Außerdem haben mich die visuellen und musikalischen Verrücktheiten französischer Avantgardebands wie Les Rita Mitsouko beeindruckt.“

Sofia Portanets besonderer Gesangsstil mischt Einflüsse aus Klassik und Oper mit Anklängen an Lene Lovich, Kate Bush und Edith Piaf.

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Kaleo Sansaa

Kaleo Sansaa ist eine junge Künstlerin aus Köln, die mit Rap, Poesie, Gesang und dem Einsatz ihrer Loopstation ihren Songs einen einzigartigen Charakter verleiht. Ihr äußerst experimenteller Sound ist von A capella, Neo Soul, Hip-Hop und einer ordentlichen Portion Afrofuturismus beeinflusst. Am 15. Juni veröffentlichte sie ihre erste EP, die den vieldeutigen Namen „Purple Moon“ trägt.

Vor ihrer Nominierung als Best Newcomer bei popNRW tourte die nun in Köln lebende Musikerin im Juli 2018 durch das südliche Afrika (Kapstadt, Johannesburg und Lusaka). Auf ihrer Deutschlandtour in Herbst/Winter 2018 stand sie mit dem populären amerikanischem Duo Oshun auf der Bühne. Seit der Veröffentlichung ihrer ersten EP “Purple Moon” gilt Sansaa als vielseitiger Geheimtipp auf deutschen, spanischen und südafrikanischen Bühnen. Nach mehrfachen Nominierungen in Barcelona, gewann sie beim Berlin Short Filmfestival in der Kategorie “Best Music Video”. Derzeit arbeitet die vielversprechende Newcomerin an der Veröffentlichung ihrer zweiten EP im Herbst 2019.

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Über fem_pop

fem_pop ist ein Konzertformat für female und nicht-binäre Acts in Düsseldorf. Nicht erst seit #metoo wird Sichtbarkeit von Frauen und nicht-binärer Menschen in Sprache, Medien, Kultur und Musik gefordert. Künstler*innen, Produzent*innen, Musiker*innen – sie sind schon lange in der Kunst- und Kulturwirtschaft aktiv, doch auch heute mangelt es an einer adäquaten Repräsentation ihrer Arbeit in der Öffentlichkeit.

Als selbstorganisiertes Kultur- und Konzertkollektiv will fem_pop lokalen und internationalen Musiker*innen genreübergreifend in Düsseldorf eine Plattform der Sichtbarkeit jenseits gängiger Geschlechtsstereotypen bieten. Die Acts sollen dabei in der Konzertreihe nicht als weibliche und nicht-binäre Ausnahmen des Musikbusiness auftreten, vielmehr soll ihre Qualität als Künstler*innen in den Vordergrund gestellt und ihnen eine Bühne für ihr künstlerisches Projekt geboten werden.

fem_pop versteht sich somit als ein queerfeministisch inspirierter Beitrag zur Kulturlandschaft Düsseldorfs, der aktuelle Debatten rund um feministisches Empowerment aufgreift und sie in ein neuartiges Konzertformat übersetzt.

Die fem_pop-Konzerte werden monatlich in der Kneipe des zakk Düsseldorf veranstaltet. Alle Geschlechter sind bei unseren Shows willkommen! Alle Infos zu unseren Shows finden sich unter der Rubrik “Veranstaltungen”.

Als feministisches Kollektiv möchte sich fem_pop zudem mit Frauen, trans und nicht-binären Akteur*innen der lokalen Musikszene vernetzen. Dazu wurde ein E-Mail-Verteiler eingerichtet. Interessierte können sich mit einer kurzen E-Mail an fempop-subscribe@lists.riseup.net auf den Verteiler eintragen.